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Abfindung mit Aufhebungsvertrag: Dein ultimativer Ratgeber

Letzte Aktualisierung: 1. November 2024 Lesedauer: 8 min. Kategorien: Aufhebungsvertrag
Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Abfindung mit Aufhebungsvertrag bietet die Möglichkeit, das Arbeitsverhältnis einvernehmlich zu beenden und gleichzeitig eine finanzielle Entschädigung zu erhalten.
  • Die Verhandlung der Abfindungshöhe ist entscheidend; berücksichtige dabei deine Betriebszugehörigkeit und persönliche Umstände, um die besten Konditionen zu sichern.
  • Beachte mögliche Risiken wie die Sperrzeit beim Arbeitslosengeld und lasse den Vertrag rechtlich prüfen, um unvorhergesehene Nachteile zu vermeiden.
Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Abfindung mit Aufhebungsvertrag bietet die Möglichkeit, das Arbeitsverhältnis einvernehmlich zu beenden und gleichzeitig eine finanzielle Entschädigung zu erhalten.
  • Die Verhandlung der Abfindungshöhe ist entscheidend; berücksichtige dabei deine Betriebszugehörigkeit und persönliche Umstände, um die besten Konditionen zu sichern.
  • Beachte mögliche Risiken wie die Sperrzeit beim Arbeitslosengeld und lasse den Vertrag rechtlich prüfen, um unvorhergesehene Nachteile zu vermeiden.

Du bist in der Situation, dass dir ein Aufhebungsvertrag angeboten wurde, und du fragst dich, wie du dabei auch eine Abfindung aushandeln kannst? Oder ist es bei dir bisher völlig hoffnungslos und dir wird selbst auf aktive Nachfrage kein Aufhebungsvertrag angeboten, obwohl du dein Unternehmen verlassen möchtest? Wie auch immer: Wenn man sich von seinem meist langjährigen Arbeitgeber trennt, wäre es doch ganz schön, mit etwas finanziellem Puffer in die Übergangsphase zum nächsten Job zu gehen. Auf Abfindung-Ratgeber.de haben wir uns auf genau diese Thematik spezialisiert!

Hier erhältst du praktische und ausführliche Tipps, die dir helfen, deine Verhandlungsposition zu stärken und deinem Chef eine Abfindung mit Aufhebungsvertrag schmackhaft zu machen. Wir verstehen deine Situation und unterstützen dich dabei, deine berufliche Zukunft erfolgreich zu gestalten.

Warum eine Abfindung mit Aufhebungsvertrag?

Ein Aufhebungsvertrag sollte vor allem für dich attraktiv sein

Ein Aufhebungsvertrag ist eine einvernehmliche Vereinbarung zwischen dir und deinem Arbeitgeber zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Arbeitgeber bieten häufig eine Abfindung mit Aufhebungsvertrag an, um Kündigungsschutzklagen zu vermeiden und den Trennungsprozess zu beschleunigen.

Abfindung mit Aufhebungsvertrag

Für dich kann ein solcher Vertrag besonders attraktiv sein, wenn er mit einer Abfindung verbunden ist, die als finanzieller Ausgleich für den Verlust des Arbeitsplatzes dient. Eine Abfindung stellt eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers dar, die dir helfen soll, die finanzielle Lücke zu überbrücken, bis du eine neue Anstellung gefunden hast.

Als Faustregel solltest du dir merken: Wenn du mit dem Unterzeichnen eines Aufhebungsvertrages keinen Vorteil erzielst, dann solltest du ihn auch nicht unterzeichnen. Wenn dich dein Arbeitgeber aus Kostengründen, zu vielen Krankheitstagen oder sonstigen Gründen loswerden möchte, dann gehört es sich, dir einen gewissen Anreiz zur Zustimmung zu geben. In der Regel in Form einer angemessenen Abfindung. Anders sieht die Situation nur aus, wenn du beispielsweise aufgrund eines Jobwechsels so schnell wie möglich kündigen möchtest, die gesetzliche Kündigungsfrist jedoch zu lange wäre.

Werde Abfindungs-Profi!

Erfahre wie sich andere eine Abfindung im hohen fünfstelligen Bereich von ihrem Arbeitgeber gesichert haben – ganz ohne rechtlichen Anspruch darauf. Im umfangreichen Erfahrungsbericht erfährst du Schritt-für-Schritt wie es geklappt hat und welche Fehler unbedingt vermieden werden sollten.

Abfindung mit Aufhebungsvertrag: Dein ultimativer Ratgeber
Abfindung mit Aufhebungsvertrag: Dein ultimativer Ratgeber

Abfindung im Aufhebungsvertrag

Aufräumen eines weit verbreiteten Irrglaubens

In vielen Fällen ist es möglich und sogar üblich, die Zahlung einer Abfindung im Aufhebungsvertrag festzulegen. Die Abfindung wird oft als Verhandlungsmasse genutzt, um den Vertrag für beide Seiten attraktiv zu gestalten. Es ist wichtig, dass du die Höhe der Abfindung sorgfältig verhandelst und dabei Faktoren wie die Dauer deiner Betriebszugehörigkeit und deine aktuelle Gehaltssituation berücksichtigst. Auch steuerliche Aspekte spielen dabei eine Rolle. Dazu gibt es einen separaten Artikel, der diese Thematik detailliert behandelt.

Freiwillig zahlen leider nur die wenigsten eine Abfindung

Was jedoch tun, wenn dein Arbeitgeber nicht dazu bereit ist dich gehen zu lassen? Oder wenn dir zwar ein Aufhebungsvertrag angeboten wird, der jedoch keine Abfindung enthält. Als erst Maßnahme sollte natürlich immer das Gespräch mit dem Chef gesucht werden. Wenn das wenig hilfreich ist, könnte es einen Versuch wert sein, die nächsthöhere Führungskraft mit ins Boot zu holen.

Denke immer daran, dass es in dieser Phase darum geht, dich in eine möglichst gute Verhandlungsposition für eine Abfindung mit Aufhebungsvertrag zu bringen. Wenn du nicht (mehr) an einem guten Arbeitsklima interessiert bis (oder es ohnehin nie bestanden hat), dann schadet es nicht, den ein oder anderen Seitenhieb gegenüber deiner direkten Führungskraft in deine Kontaktaufnahme mit der nächsthöheren Führungskraft in der Hierarchie mit einzubauen. Das unterstreicht nochmal die Dringlichkeit deines Anliegens.

Eine höhere Führungskraft wird in der Regel nur dann tätig, wenn sie expliziten Handlungsbedarf verspürt. Unruhe in unteren Hierarchien und eventuelles Fehlverhalten von Mitarbeitern, die in der direkten Verantwortung der höheren Führungskraft liegen, kommunizieren genau diesen notwendigen Handlungsbedarf. Denn schließlich muss auch deine Führungskraft von irgendwem geführt werden.

Wenn dein Anliegen nun aber auch auf dieser höheren Ebene abgeblock wird, dann kannst du schwerere Geschütze auffahren. Wie das geht, erfährst du am besten von jemanden, der bereits trotz aller Widrigkeiten eine hohe Abfindung von seinem Arbeitgeber erstritten hat. Als Abfindungs-Profi Mitglied erhältst du exklusiven Zugang zu einer Schritt-für-Schritt-Erzählung und einen Erfahrungsbericht eines Experten, der es selbst geschafft hat, eine bedeutende Abfindung mit Aufhebungsvertrag auszuhandeln - und das ganz ohne rechtliche Grundalge. Im Mitgliederbereich teilt ein Profi alle Strategien und Tipps mit dir, die ihm geholfen haben, eine vorteilhafte Position in Verhandlungen zu erlangen.

Nutze diese Gelegenheit, um mit dem nötigen Wissen und den richtigen Werkzeugen ausgestattet zu sein. Melde dich jetzt an und mache den ersten Schritt zu deiner gerechten Abfindung mit Aufhebungsvertrag!

Vorteile eines Aufhebungsvertrags

Neben einer (möglichen) Abfindung gibt es noch weitere Vorteile für dich

Ein Aufhebungsvertrag kann dir zahlreiche Vorteile bieten. Zum einen vermeidest du langwierige und kostspielige Kündigungsschutzprozesse, die sowohl Zeit als auch Nerven kosten können. Durch die einvernehmliche Beendigung des Arbeitsverhältnisses kannst du den Prozess beschleunigen und die gesetzlichen Kündigungsfristen umgehen. Darüber hinaus bietet dir der Aufhebungsvertrag die Flexibilität, den Zeitpunkt und die Bedingungen der Beendigung frei zu verhandeln. Dies kann dir helfen, den Übergang zu einer neuen beruflichen Herausforderung besser zu planen und zu gestalten.

Übrigens: Wie ein Aufhebungsvertrag aussehen kann beschreiben wir in einem weiteren Artikel.

Risiken und Nachteile eines Aufhebungsvertrags

Sei dir eventueller finanzieller Nachteile bewusst!

Ein Aufhebungsvertrag birgt jedoch auch Risiken, die du sorgfältig abwägen solltest. Ein wesentlicher Nachteil ist die mögliche Sperrzeit beim Arbeitslosengeld. Wenn du den Vertrag ohne triftigen Grund unterschreibst, kann die Agentur für Arbeit eine Sperrzeit verhängen, während der du kein Arbeitslosengeld erhältst. Dies kann deine finanzielle Planung erheblich beeinträchtigen. Einen Artikel zum Kündigen ohne Sperrzeit haben wir bereits verfasst.

Zudem verzichtest du mit dem Aufhebungsvertrag auf den gesetzlichen Kündigungsschutz, der dir im Falle einer ungerechtfertigten Kündigung zustehen würde. Damit gibst du auch mögliche Abfindungsansprüche aus einem Kündigungsschutzprozess auf. Daher ist es entscheidend, den Vertrag rechtlich prüfen zu lassen, um unvorhergesehene Nachteile zu vermeiden.

Dir sollte nun also klar sein: Für den Fall, dass es dir wichtig war einfach so schnell wie möglich deinen Arbeitgeber zu verlassen und du so auf eine Abfindung verzichtet hast, wirst du erstmal nicht mit finanzieller Unterstützung von der Bundesagentur für Arbeit rechnen können. Das ist ein entscheidender Faktor bei der weiteren Planung deiner finanziellen Zukunft!

Die Folgen bei einem Aufhebungsvertrag

Setze dich rechtzeitig mit den Konsequenzen auseinander, um Nachteile zu vermeiden

Bei der Vereinbarung rund um einen Aufhebungsvertrag solltest du dringend auch die Konsequenzen bedenken, die darauffolgen. Denn sowohl steuerlich als auch in Sachen Sozialversicherung stellen sich einige Hürden auf.

Die Abfindung unterliegt in der Regel der Einkommensteuer, wobei es jedoch Möglichkeiten zur Steueroptimierung gibt. Die sogenannte Fünftelregelung kann dabei helfen, die Steuerlast zu reduzieren. Wie das funktioniert und was du noch tun kannst, um deine Situation zu optimieren, haben wir dir unserem Artikel Abfindung versteuern zusammengefasst.

Die Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch einen Aufhebungsvertrag kann zudem Auswirkungen auf deinen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben. In der Regel führt ein einvernehmlicher Aufhebungsvertrag zu einer Sperrzeit beim Arbeitslosengeld. Diese kann bis zu 12 Wochen betragen. Das Arbeitsamt argumentiert hierbei, dass du deinen Jobverlust durch Zustimmung zu einem Aufhebungsvertrag ja selbst herbeigeführt hast. Hinweise wie du eine solche Sperrzeit vermeiden kannst, findest du in unserem Artikel Selber kündigen ohne Sperrzeit.

Verhandlung der Vertragsbedingungen

Es muss nicht immer eine Abfindung sein. Wie wäre es z. B. mit einer bezahlten Freistellung?

Die Verhandlung der Vertragsbedingungen ist ein zentraler Aspekt einer Abfindung mit Aufhebungsvertrag. Es ist wichtig, dass du gut vorbereitet in die Verhandlungen gehst und deine Interessen klar kommunizierst. Überlege dir im Vorfeld, welche Bedingungen für dich akzeptabel sind und welche nicht. Dazu gehört auch das Beendigungsdatum des Arbeitsverhältnisses. Stelle sicher, dass dieses Datum mit deinen persönlichen und beruflichen Plänen übereinstimmt und dir ausreichend Zeit für die Jobsuche lässt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Freistellung. Kläre, ob und wie lange du bei voller Bezahlung freigestellt wirst, um dich auf die Suche nach einer neuen Stelle konzentrieren zu können. Zudem solltest du dir ein wohlwollendes Arbeitszeugnis zusichern lassen, das deine Leistungen und Erfolge im Unternehmen angemessen würdigt. Ein solches Zeugnis kann bei zukünftigen Bewerbungen von großem Vorteil sein und sollte auf jeden Fall schriftlich im Aufhebungsvertrag Erwähnung finden.

Alternative zur Abfindung: bezahlte Freistellung

Stichwort Freistellung: Wenn eine Abfindung mit Aufhebungsvertrag nicht deine höchste Priorität ist, sondern du mehr Wert darauf legst endlich von deinem Arbeitgeber wegzukommen, dann kann es eine gute Idee sein, bei den Verhandlungen eine bezahlte Freistellung vorzuschlagen. Insbesondere wenn du in die Verhandlungen mit dem Wunsch einer Abfindung einsteigst, steht einer Einigung auf eine bezahlte Freistellung oftmals nichts im Wege.

Denn: In größeren Unternehmen muss eine Abfindung mit Aufhebungsvertrag oft von mindestens einer weiteren Instanz genehmigt werden, je nach Höhe der Abfindung. Eine bezahlte Freistellung wiederum ist ein Sachverhalt, den dein Personalverantwortlicher oftmals lösen kann, ohne dafür eine höhere Stelle zu bemühen. Das wiederum entspricht auch dem Interesse deines Gegenübers. Somit sind drei, sechs oder gar 12 Monate bezahlte Freistellung oftmals leichter zu erreichen als eine höhere Abfindung.

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